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Team und Struppi

Jo.

Team und Struppi sind die deutschsprachigen Meister im Team Slam, Laurin Buser ist Meister in der Kategorie U20 und DER deutschsprachige Meister im Poetry Slam ist Patrick Salmen, ohja. Wer ihn bzw. seine Texte kennenlernen möchte, dem empfehle ich sich rostrotkupferbraunbronze auf youtube anzusehen. Damit hätten wir das auch geklärt.

Gestern saß ich am Tisch mit Familie, Freund und Bekannter und die (weißhaarige) Bekannte und ich sagten, als es um unangenehmen Essensgeruch ging, den man nicht erträgt, gleichzeitig "Fisch!". Eigentlich ist er doch erträglich, nur an Fischbuden etc. nicht, aber in dem Moment grinsten wir uns an und ich hatte das starke Bedürfnis ihr meine Handfläche entgegen zu strecken und "High Five!" zu rufen. Das wäre episch geworden.
Ich werde nie herausbekommen, ob es funktioniert hätte, versucht habe ich es erst gar nicht.
Nun ja. Verpasste Chancen...

Aber ein High Five an alle, die es verdient haben!
14.11.10 19:14


Moleköl

Hallo.

Stellt euch vor, wie ich jetzt gedankenverloren den Kopf leicht nach rechts kippe und einmal an meinem Strohhalm nuckle, der in einem Glas KiBaSaft steckt. Dabei gucke ich euch natürlich auch noch leicht verklärt an.

Da bin ich. Rasant, rasant. Rasantasant.

Der Titel dieses bisher schon außergewöhnlichen (weil im Jahr 2010 geschriebenen) Eintrags stammt von einem Kommentar, den mir Ana mal vor langer langer Zeit (ich war noch nicht einmal in Neuseeland) schrieb. Ich habe nämlich soeben eine Viertelstunde damit verbracht, all die Spambot-Kommentare zu löschen, die sich so angesammelt haben. Das macht man hier einzeln, deswegen die verschenkte Zeit. Dafür sehe ich jetzt wieder Martins letzte drei Aufforderungen, hier mal wieder etwas zu schreiben.
Ärmlich, irgendwie. Dass ich noch diesen Weblog habe. Vielleicht nicht ärmlich, denn wie ich mich ausdrücke und was ich mit meinen überflüssigen Gedanken tue, ist immer noch meine Sache, solange ich niemandem damit Schmerzen zufüge. Trotzdem aber noch etwas weniger sinnvoll als vielleicht vor einem Jahr.
Ich könnte euch nun auf den aktuellen Stand bringen, was mein Leben betrifft, aber das ist ebenso überflüssig wie dieser erklärende Satz.

Gerade höre ich Shot in the Back of the Head von Moby, immer und immer wieder, das ist nicht überflüssig.

Vorgestern hatte ich ein nennenswertes Erlebnis.
Ich kam für zwei Freistunden (Achtung! Achtung! Ich bin noch in der Schule!) nach hause und schlenderte gerade auf die Hausecke, die meine Haustür beherbergt, zu, als mich ein Typ aus einem neben mir parkendem Auto ansprach. Ich hatte schon vorher gesehen, wie dieser Mensch mit einem anderen Jugendlichen gesprochen und dann ins Auto gestiegen war.
"Ey." war sein erstes Wort an mich, gefolgt von einem "Ey du!", als ich nicht sofort reagierte. Der Mann aus einer Nachbarstadt mit Kumpel auf dem Beifahrersitz wollte von mir wissen, ob ich die "Vorwahl und Durchwahl von hier" kenne. Ich antwortete auf das Erste und dann wahrheitsgemäß, dass ich keine Ahnung hätte, was er mit "Durchwahl" meine. So nach und nach bekam ich aus seinem etwas ruppigen Wortschwall heraus, dass er die "Nummer der Stadt", also der Arbeitsstelle, Organisation, dem Amt der Stadt haben wollte. Da wusste ich die beiden ersten Zahlen, die obligatorischen eben, aber danach konnte ich nur raten, vielleicht einfach noch eine Null hinterher. Von einer allgemeinen Nummer wusste ich wenig, kannte nur die Nummer meines Vaters, seines speziellen Fachbereichs.
Der Mann hatte also die Vorwahl und einen Anhaltspunkt, nun kam er nicht weiter. Er fragte erneut, mein Informationsstand hatte sich nicht geändert. Dann wollte er wissen, ob ich zur Schule ginge. "Ja, ich komme gerade von dort." war meine Antwort. Das war anscheinend die falsche. Sofort regte er sich auf, wie man denn Bewohner sein und nicht einmal die "Durchwahl" der eigenen Stadt wissen könne. Da wäre der Schulbesuch doch umsonst. "Alles umsonst ist das doch, umsonst gehse zur Schule. Was lernste denn da? Du weißt ja nicht einmal..." und so weiter. Ich war nicht nur etwas baff. Ich hatte schon das ganze Gespräch über den Ton meines Gegenübers nicht einordnen können, nun war ich vor den Kopf geschlagen. Beleidigte er mich und meine Ausbildung da gerade wirklich? Ich tat nichts, ich konnte nichts Vernünftiges tun, zumindest fiel mir nichts ein. Nach seinem Ausbruch fragte er noch einmal. Ich sagte wieder dasselbe, diesmal erwähnte ich auch meinen Vater. Sofort reagierte er und zeigte fordernd auf mein Handy, dass ich gerade noch in der Hand hielt: "Ja, warum rufse ihn denn nicht schon an?" Schon wieder war ich irritiert und auch in einem ebensolchen Tonfall antwortete ich: "Ähm... weil... mich das Geld kostet?" Erwartete er , dass ich für ihn und seine nicht existente Höflichkeit mein Guthaben springen ließ? Ja, tat er. Schon wieder regte er sich auf, schon wieder über meinen Mangel an Wissen. Dann schickte er mich weg. Ja, er schickte mich wirklich weg. "Ja, dann kannse jetzt gehen. Mann. Geh doch." sagte er und wieder "Das gibt's doch nich...".
Als ich mich sprachlos umdrehte und nach ein paar Metern meinen Schlüssel zückte und im Treppenhaus verschwand, fielen mir nach und nach dann die (mehr oder weniger) schlagfertigen Sätze ein, die mir doch bei solchen wichtigen Ereignissen nie rechtzeitig in den Sinn kommen.
Ich hätte einfach vorher schon gehen können, was dachte der sich überhaupt? Ich hätte ihm sagen können, ich hätte dafür ja ein Telefonbuch, ob er das kenne. Oder, dass ich ja immerhin dann später mein Abi habe, ob er das kenne.
Aber Nein, ich sagte letztendlich nichts. Trotz seiner Unhöflichkeit, trotzdem er sich tatsächlich angemaßt hatte, mich erst um Hilfe bei etwas zu bitten, das er nicht wusste, und sich dann über mich zu beschweren und sich zu wundern, als ich danach keine Lust hatte, ihm einen Gefallen zu tun.

So geht das. So geht das eben.

Das Lied läuft immernoch und schon wieder. Aber ich denke gerade an Florence&The Machine. Die ist schon klasse, die Frau. Sie hat so gar nicht die Schönheit, die man gewöhnt ist und dabei hat sie eine ebenso ungewohnte, außergewöhnliche Stimme. Und ja, sie war bei den VMAs, aber hey, sie klingt einfach geil. Trotzdem hat sie bisher keinen Einzug in meinem Liederkatalog gefunden... mh.

Bis dann.
18.9.10 17:02


Der Dezember

von Erich Kästner (nicht sein bestes, aber lesenswert)


Das Jahr ward alt. Hat dünne Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.

Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.

Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, daß man's versteht.

Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.

Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.

Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
"Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht."
22.12.09 22:53


Ultimately

Jackie und ich entwarfen heute die ultimative Geschäftsidee. Das Problem dabei ist, das man erst einmal bekannt werden muss, damit sie funktioniert.

Ausgangspunkt war, dass wir -wie (fast) jeden Sonntag/Dienstag- an einem Brautmodengeschäft vorbeikamen und erneut staunten, wie manche es doch schaffen, noch hässlichere Sachen zu entwerfen als man sie normalerweie kennt. In der Fußgängerzone gibt es viele solcher Läden, die erstaunlich hässliche Kleidung anbieten. Dementsprechend stellten wir fest, dass Hässlichkeit viel kreativer sein kann als Schönheit. Schön sind zwar auch viele Dinge, aber es gibt eine Grenze nach oben, während Hässlichkeit mit zunehmendem Einfallsreichtum ins Bodenlose sinken kann.
Also beschlossen wir, berühmte Designer hässlicher Mode zu werden. Diese soll eben so kreativ und anders sein, dass Kritiker nur das Ausgefallene, Exzentrische, das Einzigartige erkennen und loben und die Welt von der fixen Idee eingenommen wird, dies sei zu erstreben.
Unsere Mode wird sehr berühmt und beliebt, verteilt sich in allen Ländern, sodass jede "moderne" Innenstadt dieser Welt davon profitiert. Und während die Menschheit von kreativer Hässlichkeit überrannt wird und sich dabei gut fühlt, scheffeln wir Geld und investieren am Besten in google, was wiederum zu noch mehr Geld führt.
Dieses Geld werden wir aber fast gänzlich für wohltätige Zwecke spenden und mit diesen Mengen tatsächlich einen Unterschied machen.
Von dieser Aktion darf jedoch so gut wie niemand etwas erfahren, sodass letztendlich die konsumgeilen, weltbeherrschenden Vertreter der Krönung der Schöpfung mit einem Gefühl der Überlegenheit in ihrer Hässlichkeit umherwandeln, während sie Abermillionen für soziale Projekte ausgeben, ohne es zu wissen und ohne es zu wollen.

Dann würden wir lachen.


Ich gebe zu, ich mag die Ausführung etwas dramatisiert haben, aber auf diese Idee sind wir nunmal gekommen.


Und hiermit habe ich mal wieder einen Blogeintrag geschrieben. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

muffin
6.12.09 20:30


Plain

N'amd.

Gestern hat der Helferkreis das Lied (Leaving On A Jet Plane) gesungen, das Felix zum Abschied gesungen hat. Er kann sowas sogar. Das hat mich daran erinnert, dass ich ihn wahrscheinlich erst so mit 21 wiedersehe. Ich bin noch nicht einmal 18. Und 21! ...21 ist so alt, dass ich mich am liebsten davor verstecken würde.


Letztens, es war ein herrlich warmer, leichter Spätsommernachmittag, bog ich von der Fußgängerzone in eine Straße ein, die mich nach Hause führen sollte. Das Leben war bunt, die Leute sahen etwas weniger missmutig als sonst auf den Boden, die dünnen Bäume am Bürgersteig hatten in Gold gebadete Blätter. Als ich an den Nachzüglern der Sparkassenbüros vorüberspazierte, geschah es: Eine Stimme sprach mich an.
Ich beschloss, sie zu ignorieren und ging zwei oder drei Schritte. Die Stimme hörte nicht auf, bat mich eindringlich darum, doch bitte stehen zu bleiben. Ich drehte mich um und lief zurück an den Ort, von dem die Stimme zu kommen schien. Die Stimme gehörte einer Sprechanlage neben einer Klingel.
Sie sagte dann "Ja, genau Sie. Sie haben da was fallen lassen." Ich hätte liebend gerne und bestimmt "Nein." geantwortet, hielt es aber nicht für ratsam, ohne eindeutig zu erkennenden zu drückenden Freisprechknopf einer Maschine zu antworten.
Die Aufmerksamkeit meinerseits schien der Sprechanlage aber noch nicht zu reichen, sie forderte mich auf, zwei Schritte weiter zurück zu gehen, ja, genau dorthin, ein Stückchen nach rechts, jetzt unten, und fragte mich, nachdem ich dem vor mich hin grinsend nachgekommen war, ob dieses übrigens vollkommen uninteressante, weiße Stückchen Papier mir gehöre. Nach einer Zeit der Überlegung hatte es die geniale Idee, mir zu befehlen, entweder den Kopf zu schütteln oder zu nicken. Ich schüttelte. Ich schüttelte etwas bestimmter. Die Sprechanlage war verdutzt, sagte "Oh." und dann "Tut mir leid, dann noch einen schönen Tag." und verabschiedete sich mit einem etwas undramatischen Klicken.
Ich atmete auf und ging immer noch grinsend meines Weges.

Bisher habe ich es so einige Male versucht, bin wieder und wieder an der Sprechanlage vorbei gegangen, aber nie hat sie wieder gesprochen. Vielleicht sollte ich demnächst wirklich mal etwas dort fallen lassen...


eure muffin
30.9.09 20:27


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