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Ultimately

Jackie und ich entwarfen heute die ultimative Geschäftsidee. Das Problem dabei ist, das man erst einmal bekannt werden muss, damit sie funktioniert.

Ausgangspunkt war, dass wir -wie (fast) jeden Sonntag/Dienstag- an einem Brautmodengeschäft vorbeikamen und erneut staunten, wie manche es doch schaffen, noch hässlichere Sachen zu entwerfen als man sie normalerweie kennt. In der Fußgängerzone gibt es viele solcher Läden, die erstaunlich hässliche Kleidung anbieten. Dementsprechend stellten wir fest, dass Hässlichkeit viel kreativer sein kann als Schönheit. Schön sind zwar auch viele Dinge, aber es gibt eine Grenze nach oben, während Hässlichkeit mit zunehmendem Einfallsreichtum ins Bodenlose sinken kann.
Also beschlossen wir, berühmte Designer hässlicher Mode zu werden. Diese soll eben so kreativ und anders sein, dass Kritiker nur das Ausgefallene, Exzentrische, das Einzigartige erkennen und loben und die Welt von der fixen Idee eingenommen wird, dies sei zu erstreben.
Unsere Mode wird sehr berühmt und beliebt, verteilt sich in allen Ländern, sodass jede "moderne" Innenstadt dieser Welt davon profitiert. Und während die Menschheit von kreativer Hässlichkeit überrannt wird und sich dabei gut fühlt, scheffeln wir Geld und investieren am Besten in google, was wiederum zu noch mehr Geld führt.
Dieses Geld werden wir aber fast gänzlich für wohltätige Zwecke spenden und mit diesen Mengen tatsächlich einen Unterschied machen.
Von dieser Aktion darf jedoch so gut wie niemand etwas erfahren, sodass letztendlich die konsumgeilen, weltbeherrschenden Vertreter der Krönung der Schöpfung mit einem Gefühl der Überlegenheit in ihrer Hässlichkeit umherwandeln, während sie Abermillionen für soziale Projekte ausgeben, ohne es zu wissen und ohne es zu wollen.

Dann würden wir lachen.


Ich gebe zu, ich mag die Ausführung etwas dramatisiert haben, aber auf diese Idee sind wir nunmal gekommen.


Und hiermit habe ich mal wieder einen Blogeintrag geschrieben. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

muffin
6.12.09 20:30


Der Dezember

von Erich Kästner (nicht sein bestes, aber lesenswert)


Das Jahr ward alt. Hat dünne Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.

Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.

Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, daß man's versteht.

Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.

Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.

Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
"Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht."
22.12.09 22:53






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