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Moleköl

Hallo.

Stellt euch vor, wie ich jetzt gedankenverloren den Kopf leicht nach rechts kippe und einmal an meinem Strohhalm nuckle, der in einem Glas KiBaSaft steckt. Dabei gucke ich euch natürlich auch noch leicht verklärt an.

Da bin ich. Rasant, rasant. Rasantasant.

Der Titel dieses bisher schon außergewöhnlichen (weil im Jahr 2010 geschriebenen) Eintrags stammt von einem Kommentar, den mir Ana mal vor langer langer Zeit (ich war noch nicht einmal in Neuseeland) schrieb. Ich habe nämlich soeben eine Viertelstunde damit verbracht, all die Spambot-Kommentare zu löschen, die sich so angesammelt haben. Das macht man hier einzeln, deswegen die verschenkte Zeit. Dafür sehe ich jetzt wieder Martins letzte drei Aufforderungen, hier mal wieder etwas zu schreiben.
Ärmlich, irgendwie. Dass ich noch diesen Weblog habe. Vielleicht nicht ärmlich, denn wie ich mich ausdrücke und was ich mit meinen überflüssigen Gedanken tue, ist immer noch meine Sache, solange ich niemandem damit Schmerzen zufüge. Trotzdem aber noch etwas weniger sinnvoll als vielleicht vor einem Jahr.
Ich könnte euch nun auf den aktuellen Stand bringen, was mein Leben betrifft, aber das ist ebenso überflüssig wie dieser erklärende Satz.

Gerade höre ich Shot in the Back of the Head von Moby, immer und immer wieder, das ist nicht überflüssig.

Vorgestern hatte ich ein nennenswertes Erlebnis.
Ich kam für zwei Freistunden (Achtung! Achtung! Ich bin noch in der Schule!) nach hause und schlenderte gerade auf die Hausecke, die meine Haustür beherbergt, zu, als mich ein Typ aus einem neben mir parkendem Auto ansprach. Ich hatte schon vorher gesehen, wie dieser Mensch mit einem anderen Jugendlichen gesprochen und dann ins Auto gestiegen war.
"Ey." war sein erstes Wort an mich, gefolgt von einem "Ey du!", als ich nicht sofort reagierte. Der Mann aus einer Nachbarstadt mit Kumpel auf dem Beifahrersitz wollte von mir wissen, ob ich die "Vorwahl und Durchwahl von hier" kenne. Ich antwortete auf das Erste und dann wahrheitsgemäß, dass ich keine Ahnung hätte, was er mit "Durchwahl" meine. So nach und nach bekam ich aus seinem etwas ruppigen Wortschwall heraus, dass er die "Nummer der Stadt", also der Arbeitsstelle, Organisation, dem Amt der Stadt haben wollte. Da wusste ich die beiden ersten Zahlen, die obligatorischen eben, aber danach konnte ich nur raten, vielleicht einfach noch eine Null hinterher. Von einer allgemeinen Nummer wusste ich wenig, kannte nur die Nummer meines Vaters, seines speziellen Fachbereichs.
Der Mann hatte also die Vorwahl und einen Anhaltspunkt, nun kam er nicht weiter. Er fragte erneut, mein Informationsstand hatte sich nicht geändert. Dann wollte er wissen, ob ich zur Schule ginge. "Ja, ich komme gerade von dort." war meine Antwort. Das war anscheinend die falsche. Sofort regte er sich auf, wie man denn Bewohner sein und nicht einmal die "Durchwahl" der eigenen Stadt wissen könne. Da wäre der Schulbesuch doch umsonst. "Alles umsonst ist das doch, umsonst gehse zur Schule. Was lernste denn da? Du weißt ja nicht einmal..." und so weiter. Ich war nicht nur etwas baff. Ich hatte schon das ganze Gespräch über den Ton meines Gegenübers nicht einordnen können, nun war ich vor den Kopf geschlagen. Beleidigte er mich und meine Ausbildung da gerade wirklich? Ich tat nichts, ich konnte nichts Vernünftiges tun, zumindest fiel mir nichts ein. Nach seinem Ausbruch fragte er noch einmal. Ich sagte wieder dasselbe, diesmal erwähnte ich auch meinen Vater. Sofort reagierte er und zeigte fordernd auf mein Handy, dass ich gerade noch in der Hand hielt: "Ja, warum rufse ihn denn nicht schon an?" Schon wieder war ich irritiert und auch in einem ebensolchen Tonfall antwortete ich: "Ähm... weil... mich das Geld kostet?" Erwartete er , dass ich für ihn und seine nicht existente Höflichkeit mein Guthaben springen ließ? Ja, tat er. Schon wieder regte er sich auf, schon wieder über meinen Mangel an Wissen. Dann schickte er mich weg. Ja, er schickte mich wirklich weg. "Ja, dann kannse jetzt gehen. Mann. Geh doch." sagte er und wieder "Das gibt's doch nich...".
Als ich mich sprachlos umdrehte und nach ein paar Metern meinen Schlüssel zückte und im Treppenhaus verschwand, fielen mir nach und nach dann die (mehr oder weniger) schlagfertigen Sätze ein, die mir doch bei solchen wichtigen Ereignissen nie rechtzeitig in den Sinn kommen.
Ich hätte einfach vorher schon gehen können, was dachte der sich überhaupt? Ich hätte ihm sagen können, ich hätte dafür ja ein Telefonbuch, ob er das kenne. Oder, dass ich ja immerhin dann später mein Abi habe, ob er das kenne.
Aber Nein, ich sagte letztendlich nichts. Trotz seiner Unhöflichkeit, trotzdem er sich tatsächlich angemaßt hatte, mich erst um Hilfe bei etwas zu bitten, das er nicht wusste, und sich dann über mich zu beschweren und sich zu wundern, als ich danach keine Lust hatte, ihm einen Gefallen zu tun.

So geht das. So geht das eben.

Das Lied läuft immernoch und schon wieder. Aber ich denke gerade an Florence&The Machine. Die ist schon klasse, die Frau. Sie hat so gar nicht die Schönheit, die man gewöhnt ist und dabei hat sie eine ebenso ungewohnte, außergewöhnliche Stimme. Und ja, sie war bei den VMAs, aber hey, sie klingt einfach geil. Trotzdem hat sie bisher keinen Einzug in meinem Liederkatalog gefunden... mh.

Bis dann.
18.9.10 17:02
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


t (22.9.10 21:09)
Fühlt sich gut an (erneut) etwas von Dir zu lesen. So sinnfrei kann das Ganze demnach nicht sein!

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